Küsterkonvent im Kirchenkreis Ostholstein am 17.03.2026 in der Kirchengemeinde Stockelsdorf

Zu unserer großen Freude hatten sich zu diesem Konvent wieder etliche Kolleginnen und Kollegen auf den Weg gemacht, um gemeinsam einen interessanten und lehrreichen Vormittag in der Kirchengemeinde Stockelsdorf zu verbringen. Unser Kollege Stephan Pieper-Teschendorff hatte gemeinsam mit seiner Ehefrau den Gemeindesaal einladend vorbereitet.                                                                                

Doch der Reihe nach: Zunächst begann der Tag, wie gewohnt, mit einer Andacht, geleitet von Pastorin Almuth Jürgensen und musikalisch begleitet von der Organistin Anna Ludwikowska. Im Anschluss daran wechselten wir die Örtlichkeit und begaben uns ins Gemeindehaus. Dort stellt uns Pastorin Jürgensen das Projekt „Stolpersteine“ vor, welches in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Ahrensbök seit 2024 von der KG Stockelsdorf unterstützt wird und Teil des Konfirmandenunterrichts ist. Eher zufällig geriet einem Mitarbeiter der Kirchengemeinde ein Gedenkbuch für die gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkrieges in die Hände. In diesem Buch waren auch Namen vermerkt von Männern, die nachweislich nicht an der Front gewesen waren. Es wurden Nachforschungen von Heimatkundlern eingeleitet und man fand heraus, dass diese Männer aus unterschiedlichen Gründen in verschiedenen Konzentrationslagern interniert waren. Einer der Genannten starb beim Untergang der „Cap Arcona“, war zuvor 1933 in „Schutzhaft“ genommen worden, weil er Mitglied der SPD war. Er kam dann wieder frei, wurde aber im Jahr 1944 erneut verhaftet und im Konzentrationslager Neuengamme festgesetzt. Als dieses KZ kurz vor Kriegsende geräumt wurde, kam er mit anderen Häftlingen auf die „Cap Arcona“. Sein Name war Karl Fick. Nach diesem bewegenden Vortrag bekamen alle Kolleginnen und Kollegen die Gelegenheit, eigene „Stolpersteine“  zu beschriften.                                                         

Nach dieser zugegebenen schweren Kost des Vortrags folgte dann ein gemütliches und sehr reichhaltiges Frühstück mit genügend Zeit zum Austausch untereinander. Auch diesmal konnten wir zwei neue Gesichter in der Runde begrüßen. Erfreulicherweise halten doch noch einige Kirchengemeinden eine Küster oder eine Küsterin nicht für überflüssig…                                                                                                                

Nach dem Frühstück wurden Informationen und Termine an die Kolleginnen und Kollegen weitergegeben, bevor uns Henning mit einem Abschlusssegen verabschiedete. Leider gibt es noch keinen neuen Termin für den nächsten Konvent, da sich noch kein Kollege als Gastgeber angeboten hat.

Text & Bilder: Sonja Woest, Berufsgruppensprecherin im KK